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Einschlafen ohne Ferbern

Unser erstes Kind musste sich seinen Platz im Elternbett noch „erkämpfen“, d.h. wir waren selbstverständlich davon ausgegangen, dass ein Neugeborenes „am besten“ im Stubenwagen schläft. Hihi. Das „Erkämpfen“ war nicht schwer, weil ich selber viel zu bequem war, vor oder nach einem Nachtstillen nochmals aufzutaumeln und das Baby aus dem Bett zu holen bzw. wieder hinzulegen – vor allem das Hinlegen klappte nie, weshalb wir es nach wenigen Wochen einfach so gemacht haben: Außerdem hatte ich ein Bedürfnis, das klitzekleine Wunderwesen so nah wie möglich bei mir zu haben. Es entwickelte sich bereits nach wenigen Wochen folgendes Abendritual: Einschlafstillen im Elternbett, Kind bleibt liegen, schläft friedlich weiter. Gegen das Rausfallen hatten wir zunächst ein schweres Dinkelspelz-Stillkissen und später (als das Baby beweglicher war) haben wir unserem Bett die Beine abmontiert und dem Kind das rückwärts rauskrabbeln beigebracht, das hat gut funktioniert. Inzwischen teilen wir uns zu viert vier Matratzen (das erste Kind schläft also immer noch im mittlerweile Familienbett und ist noch nicht ausgezogen).
Unser Sexualleben fand ganz anfänglich neben dem friedlich schlafenden Kind statt und nach einer Weile im Bett im Kinderzimmer (was keinen anderen Zweck hat, aber das weiß ja keiner…).
Beide Kinder werden noch einschlafgestillt: Das kleine (1,5 Jahre), bis es mk tatsächlich eingeschlafen ist, dem großen (4,5 Jahre) reicht meist ein ziemlich kurzes „Kuschel-Stillen“ und dann kann ich das Zimmer auch verlassen und es schläft allein ein.
Bei beiden gibt es eindeutige Signale, wenn sie müde sind und dann werden sie ins Bett gebracht, die Zeiten variieren täglich, aber es gibt eine grobe Schlafzeit zu der beide gewöhnlich schlafen.
Das Durchschlafen beim Großen kam mit ca. 2 ¾ Jahren ganz von allein und war seither nie ein Problem. Das Kleine schläft noch nicht durch und wird bei Bedarf wieder einschlafgestillt (da es direkt neben mir schläft, wachen wir beide dabei gewöhnlich nur halb auf), manchmal reicht auch, eine Hand zu reichen. Ich war immer viel zu müde, nachts aufzustehen und irgendwie herumzuwandern oder so, lieber liege ich gemütlich im Bett herum.

Autorin: Hilde

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