Pfad: Rund ums Ferbern»Ferbern - Was ist das?»Die Ferber-Methode

Die Ferber-Methode im Detail

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Ferber-Methode hier nicht beschrieben wird, um diese an seinem Kind an zu wenden. Wir haben sie lediglich zu Verständniszwecken hier veröffentlicht. Die Anwendung kann zu starken Schädigungen führen, bitte informieren Sie sich darüber auf unseren Seiten.

Was ist "ferbern"?

Das Wort "ferbern" ist umgangssprachlich und bezeichnet die Durchführung eines Schlafprogramms. Der Begriff entstand aus dem Namen des Entwicklers Dr. Richard Ferber. Dieser konzipierte Mitte der 80iger Jahre in einer Kinderklinik in Boston einen Behandlungsplan (Schlafprogramm), mit dem Kinder das Ein- und Durchschlafen lernen sollen.

Wie funktioniert die Methode?

Bei der Durchführung dieser Methode sollte das Kind, laut Dr. Ferber, mindestens 1 Jahr alt sein. Nach einem Abendritual wird das Kind wach ins Bett gelegt. Danach verlässt man ohne weitere Gesten und Erklärungen das Zimmer. In den meisten Fällen fängt das Kind an zu schreien. Auf dieses Schreien des Kindes wird dann in genau bestimmten Zeitabständen reagiert. Diese Zeitabstände steigern sich von anfangs 3 Minuten bis maximal 30 Minuten. Zwischendurch gibt es eine Auszeit, in der man zum Kind geht und es beruhigt. Dabei darf man das Kind nicht aus dem Bett nehmen. Die Auszeit sollte nicht länger als 2 Minuten betragen. Praktiziert wird das Ganze so lange, bis das Kind schläft. Ziel der Behandlung ist es dass das Kind ohne Einschlafhilfe (Stillen, Tragen, Nuckel, Flasche etc.) einschläft. Die gleiche Methode wird dann auch nachts beim Aufwachen des Kindes angewendet. Somit soll es dann das "Durchschlafen" erlernen.

Beispiel für einen Behandlungsplan
  1. Mal 2. Mal 3. Mal alle weiteren
1. Tag 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 15 Minuten
2. Tag 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten 20 Minuten
3. Tag 20 Minuten 25 Minuten 30 Minuten 30 Minuten
alle weiteren Tage 30 Minuten 30 Minuten 30 Minuten 30 Minuten

Es gibt verschiedene Behandlungspläne mit unterschiedlichen Zeitabständen. Man könnte die Zeiteinteilung auch selbst erstellen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man sein Kind fünf, zehn oder 30 Minuten schreien lässt. Ein Kind hat kein Zeitgefühl und kann nicht auseinander halten, was drei oder 30 Minuten sind. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man sehr human sei, wenn man die Zeitabstände sehr kurz hält. Für ein Kind macht das keinen Unterschied, schon eine Minute kommt ihm wie eine Ewigkeit vor.